Idealgewicht berechnen: welcher Bereich passt zu deiner Größe?
Ein einzelnes „Idealgewicht“ gibt es nicht – deshalb liefert dieser Rechner einen Bereich statt einer Zielzahl. Darunter siehst du zum Vergleich, was die klassischen Formeln nach Broca und Devine sagen, und warum die heute als überholt gelten. Alles rechnet im Browser, nichts wird übertragen.
Idealgewicht berechnen
Alle Eingaben bleiben in deinem Browser.
- Normalgewicht nach Broca 75,0 kg
- Idealgewicht nach Broca 67,5 kg
- Nach Devine 70,7 kg
Diese Einzelwerte stammen aus 1871 beziehungsweise 1974 und berücksichtigen weder Muskelmasse noch Alter. Sie stehen hier zum Vergleich, nicht als Ziel.
Das Gewicht ist der Zustand, die täglichen Kalorien sind der Hebel. Der Kalorienrechner sagt dir, wie viel du dafür essen kannst.
Alle Werte sind statistische Orientierungen für gesunde Erwachsene und keine persönliche Zielvorgabe. Sie gelten nicht für Kinder und Jugendliche, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Erkrankungen. Wenn dich dein Gewicht belastet oder das Essen dich stark beschäftigt, ist das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt der bessere Weg als jeder Rechner.
Warum ein Bereich ehrlicher ist als eine Zahl
Der BMI-Bereich als Ausgangspunkt
Der gebräuchlichste Weg zum „gesunden Gewicht“ führt über den BMI-Normalbereich von 18,5 bis 24,9. Multipliziert mit der Körpergröße in Metern zum Quadrat ergibt sich daraus eine Spanne – bei 1,75 m rund 56,6 bis 76,2 kg. Dass diese Spanne fast 20 kg breit ist, ist kein Mangel der Methode, sondern die ehrliche Antwort: Innerhalb dieses Bereichs lässt sich aus dem Gewicht allein kein Gesundheitsrisiko ableiten.
| Größe | BMI 18,5 – 24,9 | Ab 65 Jahren (BMI 22 – 27) |
|---|---|---|
| 1,60 m | 47 – 64 kg | 56 – 69 kg |
| 1,70 m | 53 – 72 kg | 64 – 78 kg |
| 1,80 m | 60 – 81 kg | 71 – 87 kg |
| 1,90 m | 67 – 90 kg | 79 – 97 kg |
Die klassischen Formeln und ihre Grenzen
Die Broca-Formel von 1871 rechnet schlicht: Größe in Zentimetern minus 100 ergibt das Normalgewicht, davon nochmal 10 % (Männer) beziehungsweise 15 % (Frauen) abgezogen das „Idealgewicht“. Bei Durchschnittsgrößen liefert sie brauchbare Werte, bei 1,50 m oder 2,00 m dagegen deutlich zu niedrige beziehungsweise zu hohe. Die Devine-Formel von 1974 stammt ursprünglich aus der Medikamentendosierung und war nie als Gewichtsempfehlung gedacht.
Beiden gemeinsam ist der entscheidende Schwachpunkt: Sie kennen nur die Körpergröße. Muskelmasse, Körperbau, Alter und Fettverteilung kommen nicht vor. Eine Kraftsportlerin und eine untrainierte Person gleicher Größe bekommen dieselbe Zahl genannt – obwohl ihre gesunden Gewichte weit auseinanderliegen können.
Was mehr aussagt als das Gewicht
Die Waage unterscheidet nicht zwischen Muskel-, Fett- und Wassermasse. Aussagekräftiger für das Stoffwechselrisiko ist der Taillenumfang: kritisch ab etwa 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern. Noch robuster ist das Verhältnis von Taille zu Körpergröße, das unter 0,5 liegen sollte – bei 1,75 m also unter 87,5 cm Taillenumfang. Ebenfalls wichtiger als der Absolutwert: die Entwicklung über Wochen. Tagesschwankungen von ein bis zwei Kilogramm sind normal und stammen aus Wasserhaushalt und Darminhalt, nicht aus Fett.
Ab 65 gelten andere Zahlen
Im höheren Alter verschiebt sich der günstige Bereich nach oben, auf einen BMI von etwa 22 bis 27. Ein kleines Gewichtspolster wirkt dann als Reserve bei Krankheit, während Untergewicht mit einem höheren Risiko einhergeht als leichtes Übergewicht. Wer über 65 ist, sollte einen BMI knapp unter 25 also nicht automatisch als Ziel betrachten.